Fachartikel



Dysplasiesprechstunde (I)


Das Einfache richtig machen
Das vordergründig Einfache ist nicht selten mit Fehlerhaftigkeit belastet, weil es in der Routine bisweilen unreflektiert gehandhabt wird. Dies betrifft auch den häufig in der gynäkologischen Sprechstunde durchgeführten Vorgang: die Abnahme eines zytologischen Abstrichs von der Portio uteri bzw. aus dem Zervikalkanal.

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Dysplasiesprechstunde (II)


PAP. III - Wenn eine Diagnose keine Diagnose ist
Die Diagnose Pap. III zur Beurteilung eines zytologischen Abstrichs von der Cervix uteri ist in praxi zwar relativ selten (0,32% der beurteilten Abstriche in Baden Württemberg, 2008). In einer Frauenarztpraxis mit jährlich 2000 Abstrichen können somit pro Jahr aber im Mittel bis zu sieben Patientinnen betroffen sein, die – wie sich versteht – auf schnelle und sichere Abklärung des Befundes drängen.

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Dysplasiesprechstunde (III)


Die Zytologie bei Vaginalatrophie - 'Eine diagnostische Herausforderung
Die Atrophie der Vagina einschließlich der Cervix uteri repräsentiert im Senium einen natürlichen Rückbildungsprozess als Folge der peri- und postmenopausalen Ovarialinsuffi zienz in Form eines – durch Östrogensubstitution reversiblen – Gewebsschwundes (numerische Atrophie infolge eines Zellzahlverlustes).

Das Vaginalepithel zeigt in der frühen Kindheit zytologisch ein ähnliches Bild ! Allerdings spricht man bei jungen Mädchen nicht von Atrophie, da noch keine hormonell bedingte Proliferation vorausgegangen ist. Unvollständig ausgeprägte Atrophien finden sich häufig auch während der Laktation und in der frühen Postmenopause als sog. Zytologische Mischbilder der Atrophie.
Allen Formen von Vaginalatrophie gemeinsam ist ein unterschiedlich ausgeprägtes Östrogendefizit. Dies gilt auch für verschiedene seltenere Formen pathologischer Vaginalatrophien, z.B. bei Tumorerkrankungen, Anorexie etc.

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Dysplasiesprechstunde (IV)

PAP III D - Das Problem mit der Vielfalt einer Diagnose
Die zytologische Diagnose Pap III D nach der 2. Münchner Nomenklatur umfasst ein breites Spektrum von Epithelveränderungen im Bereich der Cervix uteri von der leichten Dysplasie als Folge einer passageren HPV-Infektion bis hin zur mittelschweren Dysplasie als Ausdruck einer progredienten, bereits transformierenden HPV-Infektion. Bei einem Pap III D-Befund ist daher individuell-differenziert vorzugehen.

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Dysplasiesprechstunde (V)


Sollte nach Sanierung einer CIN III gegen HPV geimpft werden?
Bei dem zytologischen Befund Pap IVa besteht nach der Münchner Nomenklatur der Verdacht auf eine schwere Dysplasie oder ein Ca in situ im Bereich der Cervix uteri. Dies entspricht dem Verdacht auf eine zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN) III (WHO-Nomenklatur) bzw. auf eine HSIL (high-grade squamous intraepithelial lesion /Bethesda-System).
Dem Postulat nach Vorstellung einer Patientin mit Pap IVa in einer Dysplasie-Sprechstunde wird in praxi leider nicht immer entsprochen, d.h. es wird häufi g auf eine Differentialkolposkopie verzichtet, obwohl dies in den Leitlinien der DGGG von 2008 zur Prävention präinvasiver Läsionen im Bereich des weiblichen Genitale eindeutig gefordert wird.

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Dysplasiesprechstunde (VI)


Inwieweit sind molekulare Marker Wegweiser bei der Abklärung zervikaler Dysplasien?
Neben der zytologischen und klinischen Diagnostik hat sich die Labormedizin mit speziellen Tests auf dem Gebiet der Prävention des Zervixkarzinoms zunehmend etabliert.

Der gesicherte Nachweis des Kausalzusammenhangs zwischen einer transformierenden HPV-Infektion im Bereich der Cervix uteri und der Entwicklung eines Zervixkarzinoms hat nach Einführung der HPV-Diagnostik und der prophylaktischen Vakzinierung gegen Gebärmutterhalskrebs zur Entwicklung verschiedener Biomar- ker geführt. Damit ist die Industrie – mit geschicktem Marketing unter Hinweis auf die „hohe Sensitivität und Spezifi tät” ihrer Produkte bezüglich der Detektion prämaligner Befunde – in einen konkurrierenden Wett- streit mit der zytologischen und klinischen Diagnostik getreten.

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Dysplasiesprechstunde (VII)


Bei der Kolposkopie sollte insbesondere die "Inner Border" ins Visier genommen werden.
Voraussetzung für eine erffektive Kolposkopie sind qualifi zierte Kenntnisse über die Epithelverschiebungen an der Cervix uteri sowie über deren entwicklungsgeschichtlichen Hintergründe.

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Dysplasiesprechstunde (VIII)


PAP IIID – Die Diagnosen in der Diagnose
Die Institutionen für die Qualitätskontrolle im Bereich der gynäkologischen Zytologie sind seit 2009 die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) in den Bundesländern. Dies geschieht, indem die Jahresstatistiken der Zytologie-Labore in Benchmark-Statistiken, die Leistungsvergleiche ermöglichen, zusammengefasst werden, um die Zytologen gegebenenfalls auf Abweichungen von Durchschnittszahlen hinzuweisen. Die Frage ist, ob dies ausreicht?

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Dysplasiesprechstunde (IX)


Wann und wie sollte eine zervikale Dysplasie saniert werden?


Wann sollte saniert werden? Rechtzeitig, aber nicht zu früh! Immer dann, wenn bei einer mittelschweren bis schweren Dysplasie (CIN II-III) davon auszugehen ist, dass es sich bei dem Prozess bereits um eine transformierende HPV-Infektionhandelt, der „point of no return“ erreicht und damit eine Regression des Befundes nicht mehr zu erwarten ist (siehe auch Folge VI in Ausgabe 5/2011: „Inwieweit sind molekulare Marker Wegweiser bei der Abklärung zervikaler Dysplasien“ sowie die Leitlinien der DGGG, 2008)!

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Dysplasiesprechstunde (X)


Mit "endozervikalen Zellen" sind Zervixdrüsen-Zellen gemeint

Der Nachweis endozervikaler Zellen gilt als Qualitätsmerkmal dafür, dass ein zytologischer Abstrich korrekt abgenommen wurde. In praxi ist es jedoch so, dass der Zytologe ein solches Qualitätsmerkmal nur bedingt bestätigen kann. Ganz abgesehen davon kennt der Zytologe den Ort, an dem die auf dem Objektträger zu beurteilenden Zellen abgenommen wurden, nicht genau. Voraussetzung dafür wären genauere Angaben seitens des Einsenders, die aber in praxi nicht umsetzbar und bei der Problemlösung nicht wirklich hilfreich wären. Die Lösung liegt in der Klärung eines Missverständnisses!

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Dysplasiesprechstunde (XI)


Therapie der Wahl bei zervikalen Dysplasien ist die Hochfrequenz - Schlingenkonisation

Die Hochfrequenz-Schlingen-Technik (LEEP – Loop Elektrosurgical Excision Procedure) hat sich in der
operativen Gynäkologie als Methode der Wahl zur Sanierung der Cervix uteri bei Vorliegen einer zervikalen
Dysplasie durchgesetzt. Das heißt: Die Schlingenkonisation wird am ehesten der Zielsetzung gerecht,
so radikal wie nötig und so schonend wie möglich zu operieren.

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